Seit Dienstag 6. April 2010 ist das Restaurant Fuederegg geschlossen. Im Verlauf des Sommers wird ein schönes neues Restaurant gebaut, welches auf die nächste Wintersaison mit neuen Wirtsleuten eröffnet wird.
Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei allen Stammgästen für die jahrelange Treue und bei unseren meist langjährigen Angestellten für den steht's tollen Einsatz und die gute Zusammenarbeit.
Allne ä gueti Zyt und mir gsehnd üs sicher binerä anderä Glägeheit wiedermal im Hoch-Ybrig...
Lisbeth und Bäni Dönni-Waser
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Artikel: Einsiedler-Anzeiger vom Do 1. April 2010
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«Fuederegg-Bäny» geht in Pension Nach 35 Jahren im Restaurant Fuederegg ist am Ostermontag Schluss
Wer kennt die beiden nicht? Bernhard und Elisabeth Dönni-Waser, Wirteehepaar des Restaurants Fuederegg auf Hoch-Ybrig, haben am Ostermontag ihren letzten Arbeitstag. mr. Seit November 1974 ist Bäny Dönni, mit Nidwaldner Wurzeln, im Ybrig und wird nach Abschluss seiner beruflichen Tätigkeit auch seinen Lebensabend dort in der herrlichen Bergwelt verbringen. Der Zufall wollte es, dass er eine Anstellung im Restaurant Fuederegg erhielt, weil er den damaligen Wirt vom Barghuus gut kannte, welcher die nötigen Kontakte vermittelte. Der Zufall stand ebenfalls Pate beim Fototermin am vergangenen Sonntag. Kein geringerer als der allererste Gast von Bäny Dönni, Albert Meier, war anwesend. Er wurde herzlich eingeladen, ebenfalls fürs Foto zu posieren. Dort seine Frau kennengelernt Auch seine Frau fand Bäny Dönni dort oben. Lisebeth Waser trat 1976 eine Saisonstelle im Restaurant Fuederegg an. Und wie es halt manchmal so passiert, hat er sie kennen- und dabei liebengelernt. Zuerst wohnten die beiden noch im jetzigen Kinderhort bei der Bergstation der Luftseilbahn. 1979 zügelten sie dann in die Fuederegg in eine Mietwohnung ganz vorne beim Parkplatz, welche sie in der Zwischenzeit käuflich erwarben. Die Gastgeberrolle war ihnen von Anfang an wie auf den Leib geschrieben. Stets waren sie mit viel Herzblut bei der Sache. Die Älpler trafen sich bei ihnen immer gerne zu einem währschaften Kafi. Auch die Wirte der Umgebung fanden bei Bäny Dönni gerne eine Anlaufstelle. Nicht nur während der Hauptsaison war das Restaurant offen, nein auch in der ruhigeren Zwischensaison wussten Biker und Wanderer, dass sie auf der Fuederegg nicht verdursten oder verhungern müssen. Auch wenn dann die Kasse nicht allzu stark klimperte – wichtiger war, da zu sein für die Gäste. Langweilig wurde es ihnen jedenfalls nie. Bäny Dönni war schon als Bub fasziniert von diesem Beruf. Auf dem Jochpass kam er mit dem Wirten zum ersten Mal in Kontakt – als kleiner Knirps verdiente er als Aushilfe seine ersten Batzen. Man kann schon sagen, ein Traum ging mit der Übernahme des Restaurants Fuederegg in Erfüllung. Für viele Gäste wurde es ihr grosses Wohnzimmer, ihr zweites Zuhause. Viele werden die familiäre und unkomplizierte Art und Weise vermissen. Bäny Dönni hatte immer Zeit, ein Schwatz lag immer drin. Legendär war und ist sein Spruch: «Schnupfen ist eine Tugend – Rauchen ist ein Laster.» Unzählige Male lud er zu einer Prise ein. Der Dosenverbrauch war in all den Jahren enorm. Vermutlich konnte er mit Mengenrabatt einkaufen. Ein neues Restaurant entsteht 1968 wurde das jetzige Gebäude erstellt, welches nun einem Neubau weichen wird. Die Hoch-Ybrig AG erstellt bis zum Beginn der nächsten Wintersaison ein neues, modernes Restaurant, mit Panoramaaussicht in die herrliche Bergwelt hinaus. Für die Wohnungsinhaber der angrenzenden «Alusuisse-Häuser» wird ebenfalls eine Tiefgarage realisiert. Als Kantine war das Gebäude gedacht, um die zahlreiche Arbeiterschaft zu verpflegen, welche in der Anfangsphase der Erschliessung des Hoch-Ybrigs die ersten Lifte und Anlagen entstehen liessen. Anfang der 1970er-Jahre kamen die ersten Gäste vom Adlerhorst nach vorne in die Fuederegg. Der Verkehrsverein Oberiberg bot Busverbindungen ins Hoch-Ybrig an. Erste Anlaufstelle war natürlich für alle das Restaurant mit Bäny und Lisebeth Dönni-Waser als Gastgeber. Unzertrennlich verbunden ist Bäny Dönni auch mit der Hoch-Ybriger Touristikinformation. Tag für Tag liessen sich Unzählige telefonisch über das Wetter informieren. Ja, es gab sogar Leute, welche einzig und allein wegen Bänys urchigem Dialekt die Nummer wählten. Viele Feriengäste traten die Reise ins Ybrig erst an, wenn sie das Neueste von Bäny Dönni gehört hatten. Er ist auf manchem Telefonapparat in halb Europa seit Jahrzehnten abgespeichert. An dieser Stelle möchten sich die beiden bei allen Gästen, welche sie über die Jahre bewirten durften, ganz herzlich für ihre Treue bedanken. Ein Dank gebührt auch sämtlichen Bewohnern der Fuederegg-Wohnungen sowie den Mitarbeitern der Hoch-Ybrig AG, welche stets mit Rat und Tat zur Seite standen.
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